20. Treffen am 5. und 6. Oktober 2007

Mit roten  Luftballons, die am Freitag und Sonnabend in den Himmel flogen, feierten Frauen aus der gesamten westlichen Altmark im zehnten Jahr des Bestehens das 20. Treffen, organisiert vom Verein Frühstückstreffen für Frauen Salzwedel.

Jede Menge Humor, hervorragendes Essen, musikalische Beiträge und Themen, die generationsübergreifend den Nerv der Frauen treffen - das ist das Erfolgsrezept mit dem der kleine Ehrenamtlichenkreis wieder zu Gesprächen und zum Nachdenken einlud. Diesmal referierte mit Heidrun Kuhlmann eine Architektin über die "Jahreszeiten im Leben einer Frau". Zuvor erinnerte Erika Pohlmann an die Salzwedeler Gruppe , die vor zehn Jahren mit Birgit Schwesig an der Spitze das erste Frühstück in kleiner Runde organisierte. Ein Ehrenamt, das danach durch Sylvia Strecker und nun durch Erika Pohlmann selbst (Foto unten links) als Frontfrau mit Leben gefüllt wird.

Themen- und Referentenwahl waren, erkennbar an der Reaktion der Gäste, auch beim Jubiläumstreffen wieder geglückt. "Lieber Cellulitis als gar kein Profil", ermunterte die Referentin augenzwinkernd, um dann nachdenklich, aber immer gewürzt mit einem guten Quentchen Humor und Lebensweisheit, die Lebensstationen von der Kindheit bis zur Bahre zu entrollen. Sie machte klar: "Die Welt ist nicht so, wie sie ist. Sie ist so, wie wir sie sehen." Einerseits riet sie den Frauen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und aus jedem Tag das Beste zu machen, andererseits, die eigenen Grenzen zu erkennen und einen Sprachkurs für´s Neinsagen zu belegen. Allgemeine Heiterkeit erntete Heidrun Kuhlmann mit ihrem Vorschlag, den Durchschlag aus der Küche als Meditationsobjekt zu betrachten und sich an ihm zu verdeutlichen: "Wer nach allen Seiten offen ist wie dieser Durchschlag, ist nicht ganz dicht." Stattdessen empfahl sie, im eigenen Leben aufzuräumen, um zu sehen, was wirklich wichtig ist. "Wir tun gut daran, auf die leisen Stimmen des Körpers zu hören."

Deutlich wurde, egal wie alt jemand ist, "entscheidend ist nicht die Zahl der Jahre oder woher der Wind weht, sondern, wie wir unsere Segel setzen."Ohne Pathos riet sie den Frauen, den Rhythmus und die Jahreszeiten des Lebens zu bejahen. Dabei verwies sie auf Gott als Kraftquelle, die ihr helfe, die Zeit zwischen Blühen und vergehen mit Dankbarkeit anzunehmen.

(Quelle: Artikel der AZ von Christel Schwerin)